Natürliche und Künstliche Locken: Molekulare Unterschiede und Pflegerelevanzen

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Lockiges Haar ist ein wunderschönes Merkmal, das viele Menschen anstreben, sei es durch spezielle Behandlungen oder Produkte. Allerdings gibt es einen bedeutenden Unterschied zwischen natürlichen und künstlich erzeugten Locken.

Natürliche Locken entstehen durch eine natürliche Krümmung der Haarfollikel, wodurch das Haar wellig oder lockig wird. Diese Krümmung wird genetisch bestimmt, was bedeutet, dass natürliche Locken von Geburt an vorhanden sind.

Künstliche Locken hingegen werden durch spezielle Behandlungen und Produkte, wie Lockenwickler, Dauerwellen oder Produkte zur Definition von Locken, erzeugt. Diese Behandlungen und Produkte können helfen, Locken zu erzeugen und zu erhalten, können aber auch das Haar schädigen, wenn sie falsch angewendet werden.

Natürliche und künstliche Locken erfordern unterschiedliche Pflege und Produkte, um gesund zu bleiben. Natürliche Locken neigen beispielsweise dazu, trockener und brüchiger zu sein als glattes Haar und erfordern daher besondere Aufmerksamkeit bei der Wahl von Produkten und Behandlungen. Künstliche Locken benötigen möglicherweise mehr Produkte, um ihre Form aufrechtzuerhalten.

Wenn Sie Ihre Locken pflegen möchten, gibt es viele Produkte auf dem Markt, die für alle Arten von Locken geeignet sind. Es ist wichtig, die richtigen Produkte für Ihre Haartypen und Locken zu wählen, um gesundes, schönes Haar zu erhalten.

Molekulare Unterschiede zwischen natürlichen und künstlichen Locken

Natürliche Locken entstehen durch eine asymmetrische Verteilung von Disulfidbindungen (S–S) im Kortex, genetisch in der Follikelmorphologie kodiert. Die ortho- und parakortikalen Zonen enthalten unterschiedliche Anteile schwefelreicher (HS) und schwefelarmer (LS) Proteine, was eine differentielle Expansionskraft erzeugt, die die Faser während der Keratinisierung krümmt. Diese Krümmung ist permanent und mechanisch nicht aufhebbar: Die interne S–S-Verteilung setzt sich durch, sobald die mechanische Spannung entfällt.

Künstliche Locken durch Dauerwellen wirken durch chemische Reduktion-Oxidation derselben S–S-Bindungen: Ammoniumthioglykolat (pH 9–9,5) bricht die Disulfidbindungen durch Reduktion auf, sodass die Faser um einen Wickler umgeformt werden kann, bevor Wasserstoffperoxid die Bindungen in der neuen Konfiguration reoxidiert. Die entstandene Locke ist chemisch stabil, aber strukturell fragiler als eine natürliche Locke: Der Kortex wurde oxidiert, der Cysteingehalt teilweise abgebaut, was zu höherer Porosität und größerer Anfälligkeit für hygralen Stress (wiederholte Hydratations-Dehydratations-Zyklen) führt.

Formulierungskonsequenzen für jeden Lockentyp

Natürliche Locken benötigen Formulierungen, die das durch die Krümmung bedingte Talgverteilungsdefizit kompensieren (Emollienzien, Buttern, Fettalkohole) und die Locke ohne Beschweerung definieren (leichte Filmbildner, kationische Polyquaterniums). Künstliche Locken erfordern eine auf Proteinreparatur ausgerichtete Post-Chemie-Pflege (hydrolysiertes Keratin 300–5.000 Da), Stärkung der Bindungen und Prävention des hygralen Stresses.

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